Welche Küche passt zu uns?

am 03.05.2018 von Eva Fischer

Die Küche ist das Herzstück jedes Hauses und steht für weibliche und männliche Hobbyköche bei der Hausplanung definitiv im Mittelpunkt. Spannend wird es, wenn es um die Frage offene oder geschlossene Küche geht: Die Antwort darauf hängt auch von der Wohnsituation ab – aber nicht nur.

Offene Küchen liegen ganz klar im Trend, bevorzugt werden diese Wohnküchen in neu designte Häuser eingebaut. Die Einbettung der Küche wird natürlich von den räumlichen Gegebenheiten bestimmt. Zudem hängt die Wahl geschlossene oder offene Küche in erster Linie von den eigenen Lebensumständen und Vorlieben ab.

Ich bin mit einer offenen Küche bei uns Zuhause aufgewachsen und habe das Kochen immer als ein Gemeinschaftserlebnis wahrgenommen. Dabei liebte ich es, meiner Mama beim Kochen zuzusehen oder einfach in ihrer Nähe zu sein, mich mit ihr zu unterhalten oder auch mitzuhelfen.


Egal ob Gäste oder Familie: Eine offene Küche erleichtert die Kommunikation beim Kochen.

Ich würde immer eine offene Küche wählen, da sie für mich ganz klar der wichtigste Raum in einem Haus ist. Wenn man Gäste hat, kann man die Speisen in ihrem Beisein zubereiten oder fertigstellen. Man kann sich dabei gut unterhalten – und es gibt mehr Kommunikation zwischen Gastgeber und Gast. Meist ist es kommunikativer und spannender, wenn das Essen bei Ankunft der Gäste noch nicht fertig ist, sie beim Kochen zusehen und man vielleicht noch Kochtipps austauscht. Genau gleich funktioniert es natürlich auch mit dem Partner oder mit den eigenen Kindern beim gemeinsamen Kochen und Backen.

Auch für Familien mit Kindern macht eine offene Küche meist mehr Sinn. Kleine Kinder hat man ohne räumliche Trennung nicht nur in der Nähe, sondern auch im Blick. Größere Kinder kann man an einfachen Abläufen teilhaben lassen. Die Grenzen zwischen Küchen- und Wohnbereich fließen wie selbstverständlich ineinander, das Gemeinschaftsgefühl in der Familie wird gestärkt.

Offene Küchen sind meist mit einer Kochinsel ausgestattet. Ich bin ein großer Fan von Kochinseln – für mich sind sie ein ästhetischer Faktor, da sie den Raum gestalten. Das wirkt fast wie ein schön gedeckter Tisch oder eine einladende Theke. Zudem sind sie sehr praktisch, da mehrere Leute gemeinsam arbeiten können. Der Nachteil von Kochinseln kann ihr hoher Platzbedarf sein. Allerdings können sie auch so gestaltet sein, dass sich mehrere Essplätze direkt daran angliedern. Der Weg von Tellern, Besteck und Speisen ist somit auch am kürzesten.


Ein guter aber leiser Dunstabzug stört das Gespräch nicht und sorgt dafür, dass Gerüche nicht im Raum hängen.

Ein eventuell nachteiliger Aspekt von Kochinseln oder offenen Küchen ist, dass man sie ordentlicher bzw. vorzeigbarer halten sollte als Küchen in abgetrennten Räumen. Bei geschlossenen Küchen kann man nach getaner Arbeit einfach die Türe hinter sich schließen und beispielsweise den Abend mit den Gästen oder mit der Familie genießen. Das Aufräumen wird „vertagt“. Bei offenen Küchen hat man eher das Gefühl, sofort Ordnung schaffen zu müssen. Geschlossene Küchen sind außerdem in Bezug auf die Oberflächen meist pflegeleichter ausgestattet. Empfindliche Materialien wie Parkett und Edelhölzer, die dem Wohnen vorbehalten sind, sehen rund um offene Küchen gut aus, werden aber bei täglicher intensiver Nutzung der Küche möglicherweise zu stark strapaziert. Allerdings bieten die neuen Designs heutiger Wohnküchen sehr schöne, robuste und wohnliche Oberflächen bzw. Modelle.

Besonders wichtig bei offenen Küchen sind leise Geräte, die zugleich leistungsstark sind. Niemand möchte nach dem Mahl beim Fernsehen, Entspannen und im Gespräch von einer lauten Spülmaschine belästigt werden. Zu beachten ist auch, dass der Küchengeruch durch einen entsprechenden, qualitativ hochwertigen Abzug deutlich reduziert werden sollte. Es ist meist kaum zu verhindern, dass sich Kochgerüche im Wohn- und Esszimmerbereich verbreiten. Das hat auch Charme und macht Appetit, aber eben nur vor dem Essen. Gerüche müssen durch Abzug und Lüften leicht beseitigt werden können und sollten sich vor allem nicht in Möbeln oder Vorhängen festsetzen können.   


Ob sich der Koch in seinem Reich wohlfühlt, merkt man an den Speisen die er zubereitet.

Fazit: Gründliche Überlegung zahlt sich aus

Ob offene oder geschlossene Küche – beide Formen haben Vor- und Nachteile. Hier kommt es wirklich auf die eigenen Bedürfnisse, auf die Räumlichkeiten, Partner, Familienmitglieder, Abläufe und Kochgewohnheiten an. Da man mit seiner Traumküche viele Jahre Freude haben möchte, lohnt es sich auf jeden Fall, vorab intensiv in die Küchenplanung zu investieren und sich all diese Gedanken zu machen.

Nachstehend nochmals meine für Sie zusammengestellten Vor- und Nachteile von offenen und geschlossenen Küchen in aller Kürze:

Vorteile von offenen Küchen

  • Kommunikativer
  • Kochen als Gemeinschaftserlebnis
  • Kinder gut im Blick beim Kochen
  • Bei Einladungen kann man mit Gästen im Gespräch bleiben
  • Integration einer Kochinsel
  • Mehrere Leute können gleichzeitig kochen und arbeiten
  • Ästhetischer Faktor

Vorteile von geschlossenen Küchen

  • Gerüche sind besser regulierbar
  • Braucht weniger Platz
  • Bei einem Küchenchaos kann hier einfach die Tür zugezogen werden
  • Böden und Oberflächen, die meist besser zu reinigen sind

Eva Fischer

bloggt auf https://www.foodtastic.at/
Eva bloggt seit Dezember 2013. Was als Hobby begonnen hat, ist nun ihr Hauptberuf. Sie ist Food Fotografin und Stylistin, Rezepteentwicklerin und seit Oktober 2016 Kochbuchautorin. In ihren 4 Kochbüchern geht es um sehr nährstoffdichte Rezepte, die das Immunsystem stärken. Ähnlich wie auf ihrem Blog sind fast alle Rezepte der Bloggerin und Autorin glutenfrei, da sie selber seit 10 Jahren Zöliakie, sprich eine Glutenunverträglichkeit hat.

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